Erläuterung der Fachbegriffe in Verbindung mit der Anatomie des Herzens, den Untersuchungsverfahren für Herzinsuffizienz, den Symptomen und den Produkten

Definitionen zur Anatomie des Herzens

Akinesie — ein Zustand, bei dem ein Muskel, wie bspw. das Herz, sich nicht mehr bewegen, kontrahieren (zusammenziehen) oder einwandfrei funktionieren kann.

Anteroseptale Narbe — Gewebeschädigung zwischen dem linken und rechten Ventrikel im vorderen Teil des Herzens, bedingt durch einen Herzinfarkt aufgrund der Blockierung des wichtigsten vorderen Herzkranzgefäßes.

Dyskinesie — ein Zustand, bei dem ein Muskel, wie bspw. das Herz, sich unwillkürlich bewegt oder zusammenzieht.

Ischämische Kardiomyopathie — ischämisch bedeutet Sauerstoffmangel, gewöhnlich infolge einer Verengung der Blutgefäße. Kardiomyopathie bedeutet eine Erkrankung des Herzmuskelgewebes. Zusammen bezeichnen diese Begriffe eine durch mangelnde Durchblutung ausgelöste Herzmuskelerkrankung, bei der das Herz vernarbt, geschwächt wird, sich vergrößert und das Blut nicht mehr wirksam pumpt.

Linker Ventrikel — die stärkste und dickste der beiden Haupt-Pumpkammern des Herzens, die das in der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut durch den Rest des Körpers pumpen.

Myokard — das Muskelgewebe des Herzens (Herzmuskel).

Rechter Ventrikel — die Haupt-Pumpkammer der rechten Seite des Herzens, die das Blut zur Lunge pumpt, wo es Sauerstoff aufnimmt.

SVR — Abkürzung für den englischen Begriff „surgical ventricular reconstruction‟ (operative Ventrikelrekonstruktion), eine allgemeine Bezeichnung für alle operativen Eingriffe zum Umformen des Ventrikels.

Definitionen für medizinische und chirurgische Begriffe

Ablation — ein Verfahren, bei dem die Ursache einer Herzrhythmusstörung mit Hilfe von Hochfrequenz-Wellen (HF) ausgeschaltet wird.

Koronararterien-Bypass (CAB) — ein operatives Verfahren, bei dem um die Blockierung eines Blutgefäßes, das den Herzmuskel versorgt, eine Umgehung (Bypass) angelegt wird.

Kardiomyopathie — Erkrankung des Herzmuskelgewebes.

Kongestive Herzinsuffizienz (KHI) — das Unvermögen des Herzens zum ausreichenden Pumpen von Blut, um den Bedarf des Körpers zu decken.

Ejektionsfraktion (EF, auch: Auswurffraktion) — ein Maßstab dafür, wie gut das Herz Blut aus den Kammern in den Rest des Körpers pumpt (auswirft); eine normaler EF-Wert liegt zwischen 55 und 70, was bedeutet, dass mit jedem Herzschlag 55 % bis 70 % des Kammerbluts den Ventrikel verlässt.

Endovaskulär — innerhalb eines Blutgefäßes befindlich oder erfolgend.

Herzinsuffizienz — bezeichnet das Unvermögen des Herzens zum ausreichenden Pumpen von Blut, um den Bedarf des Körpers zu decken (Herzschwäche). Dies ist nicht dasselbe wie ein Herzinfarkt.

Invasiv — bezeichnet ein Verfahren, bei dem das Einführen eines Instruments oder Produkts in den Körper (durch die Haut oder eine Öffnung) erforderlich ist, um ein Gesundheitsproblem zu diagnostizieren oder zu behandeln.

Weniger invasiv — bezeichnet eine Operation oder ein Verfahren, das im Hinblick auf den Körper und die Genesung des Patienten verträglicher ist als ein belastenderes und „invasiveres‟ Verfahren.

LIVE — die BioVentrix-Abkürzung für „Less Invasive Ventricular Enhancement‟, eine neue und schonendere Methode zur Wiederherstellung der Größe, des Volumens und der Funktion des Herzens.

Nicht kontraktionsfähig — nicht fähig zum Zusammenziehen oder Drücken, wie bspw. Herzmuskelgewebe, dass sich nicht zusammenziehen kann, um das Blut einwandfrei zu pumpen.

Prognose — eine Vorhersage des voraussichtlichen Verlaufs und Endes einer Erkrankung.

Thorakoskopisch — innerhalb der Brusthöhle oder Brustwand.

Ventrikelrekonstruktion — operative Wiederherstellung oder Größenänderung eines Ventrikels, gewöhnlich des linken.

Definitionen zu Herzuntersuchungen

Angiogramm — eine Röntgenuntersuchung zur Feststellung und Diagnose von Problemen innerhalb der Blutgefäße, wie bspw. Schwachstellen, Verengungen oder Blockierungen. Bei diesem Untersuchungsverfahren wird ein injizierbarer (einspritzbarer) Farbstoff verwendet, der Probleme im Röntgenfilm sichtbar macht.

Echokardiogramm — ein nicht invasives Untersuchungsverfahren mit Bildgebung, bei dem mit Hilfe von Ultraschallwellen Bilder erstellt werden, die Ärzte zur Überprüfung der Herzstruktur und -funktion heranziehen können.

Definitionen zu Herzmedikamenten

Aldosteronantagonisten — Nach einem Herzinfarkt versucht der Körper, den Schaden zu begrenzen, manchmal durch Ausscheiden zusätzlicher Mengen bestimmter Hormone. Diese haben zwar eventuell anfänglich einen Nutzen, die meisten von ihnen erweisen sich jedoch als schädigend und verstärken das Problem nur noch. Eines davon ist ein natürliches Hormon namens „Aldosteron‟, das von der Nebenniere ausgeschieden wird und das Herzinsuffizienz-Syndrom verschlimmert. Forscher haben herausgefunden, dass die Verabreichung eines Blockers für dieses Hormon in vielen Fällen eine Verbesserung der Prognose des Patienten bewirkt.

Hemmstoffe für das Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE-Hemmer) — Angiotensin ist ein weiteres bei Herzinsuffizienz ausgeschiedenes Hormon, das zusätzlichen Schaden verursacht. Es handelt sich hierbei um eine vom Körper produzierte chemische Verbindung, die eine gefährliche Verengung der Gefäße bewirkt, was den Blutdruck ansteigen lässt und die Belastung des bereits geschwächten Herzens erhöht. Alle an Herzinsuffizienz leidenden Patienten, die diesen Wirkstoff vertragen, sollten damit behandelt werden.

Angiotensin-II-Rezeptorblocker — Werden manchmal zusätzlich und manchmal als Alternative zu Angiotensin-Hemmern angewandt, da diese Wirkstoffe die Stellen blockieren, an denen Angiotensin die Zelle beeinflussen kann. Diese Medikamente werden oftmals bei Patienten angewandt, die keine Angiotensin-Hemmer vertragen.

Betablocker — Medikamente, die den Herzschlag verlangsamen und die Reaktionen des Körpers auf bestimmte Nervenimpulse verringern. Betablocker reduzieren die Stärke und Geschwindigkeit der Kontraktionen des Herzens, was den Blutdruck und den Sauerstoffbedarf des Herzens senkt.

Digoxin — Medikament für die Behandlung von Herzinsuffizienz und Herzanomalien, da es zur Regulierung der Herzfrequenz beiträgt.

Diuretika — Medikamente, die manchmal als „Wassertabletten‟ bezeichnet werden, da sie den Körper beim Ausscheiden überschüssiger Flüssigkeiten unterstützen, die sich infolge einer Herzschwäche ansammeln.

Das Revivent™-Myokard-Verankerungssystem ist jetzt in der gesamten Europäischen Union in führenden Kliniken kommerziell erhältlich. Die Erfassung klinischer Daten wird derzeit im Rahmen einer Registerstudie nach Markteinführung fortgesetzt.

Definitionen zu häufigen Herzinsuffizienz-Symptomen

Angina — Brustschmerz oder -Druckgefühl, gewöhnlich durch Blockierungen im Herzen verursacht, aber manchmal auch durch einen vergrößerten oder geschwächten Herzmuskel.

Rhythmusstörung — ein schnellerer oder langsamerer Herzschlag als normal oder ein unregelmäßiger Herzschlag.

Vorhofflimmern — eine Rhythmusstörung, bei der die oberen Herzkammern zucken oder flimmern (nicht wirksam pumpen) und die dazu führt, dass die unteren Kammern (Ventrikel) unregelmäßig pumpen.

Dyspnoe — Kurzatmigkeit.

Ödem — eine abnormale Flüssigkeitsansammlung im Körper, die zu Schwellungen führt.

Hypertonie — abnormal hoher Blutdruck (über 140/90), der zu Herzinsuffizienz führen kann.

Definitionen zu Herzunterstützungsgeräten

CRT — Abkürzung für den englischen Begriff „Cardiac Resynchronization Therapy‟ (kardiale Resynchronisationstherapie), eine Herzinsuffizienz-Behandlungsmethode, bei der ein spezieller Schrittmacher (elektronisches Gerät) implantiert wird, um geschwächten Ventrikeln zum gleichzeitigen Pumpen zu verhelfen.

ICD — Abkürzung für den englischen Begriff „Implantable Cardioverter/Defibrillator‟ (implantierbarer Kardioverter/Defibrillator), ein kleines elektronisches Gerät, das in den Körper implantiert wird und das Herz ständig automatisch auf abnormale Rhythmen überwacht und diese auch korrigiert.

Schrittmacher — ein kleines elektronisches Gerät (kleiner als ein ICD), das in den Körper implantiert wird und die Frequenz (Geschwindigkeit) des Herzschlags reguliert. Schrittmacher geben bei Bedarf einen kleinen Stromstoß ab, jedoch nicht ständig.

Revivent™-Myokard-Verankerungssystem — innovative operative Behandlungsmethode für Herzinsuffizienz, bei der dem linken Ventrikel mit Hilfe von winzigen Verankerungen und einer sterilen Halteleine wieder eine natürlichere Größe und ein natürlicheres Volumen verliehen wird.

Revivent TC™-Ventricular Enhancement-System — eine minimal invasive Herzinsuffizienz-Behandlungsmethode der nächsten Generation, an deren Entwicklung BioVentrix gegenwärtig arbeitet. Das Revivent TC formt das Herz in derselben Weise um, wie das Revivent-System, wird jedoch ohne Eröffnung des Brustkorbs im Herzen des Patienten platziert. Die Titanverankerungen werden mit einer Hybridmethode (Mischform) platziert, die eine Mini-Thorakotomie (kleiner Einschnitt in die Seite des Brustkorbs) und ein Transkatheter-Verfahren umfasst.

Rhythmusmanagement-Gerät — eine Produktklasse, die im Körper implantiert und mit dem Herzen verbunden wird, um es bei der Aufrechterhaltung eines natürlichen, gesunden Rhythmus zu unterstützen.

Herzunterstützungssystem (Ventricular Assist Device, VAD) — eine relativ große mechanische Pumpe, die operativ im Brustkorb platziert wird, um die Durchblutung des Körpers zu unterstützen.